Regression ist ein psychologisches Phänomen, bei dem eine Person unter Stress oder in Konflikten auf Verhaltensweisen zurückgreift, die für frühere Entwicklungsphasen typisch sind. Diese Muster sind oft weniger differenziert und können als Schutzmechanismus dienen, um mit Überforderung umzugehen. In organisationalen Kontexten zeigt sich Regression beispielsweise durch passives Verhalten, Vermeidung von Verantwortung oder emotionale Ausbrüche, die die Zusammenarbeit in selbstorganisierten Teams erschweren.
In der Transaktionsanalyse wird Regression als einer der Ich-Zustände beschrieben, der sich durch kindliche Verhaltensweisen auszeichnet. Sie kann sowohl situativ als auch längerfristig auftreten und ist häufig mit einem Gefühl der Hilflosigkeit verbunden. Für Führungskräfte und Teams ist es wichtig, Regression zu erkennen, um angemessen darauf reagieren zu können – etwa durch klare Strukturen, emotionale Unterstützung oder die Schaffung von Räumen für Reflexion.
Regression ist nicht zwangsläufig negativ: Sie kann auch als Signal für ungelöste Konflikte oder unbewusste Bedürfnisse verstanden werden. In der Organisationsentwicklung wird sie daher oft als Ansatzpunkt für Interventionen genutzt, um die Resilienz von Teams zu stärken und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
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