Mission-Aligned Investing (MAI) ist ein Investitionsprinzip, das Kapitalströme gezielt mit der unternehmerischen oder organisationalen Mission in Einklang bringt. Im Gegensatz zu klassischen Anlageformen, die primär auf finanzielle Rendite ausgerichtet sind, priorisiert MAI die Wirkung auf die eigenen Werte und Ziele. Das bedeutet: Investitionen werden nicht nur nach Risiko und Ertrag bewertet, sondern auch danach, ob sie die langfristige Mission stärken oder gefährden.
Typische Anwendungsfelder sind Stiftungen, Sozialunternehmen oder Unternehmen in Verantwortungseigentum, die ihr Vermögen nicht in Branchen anlegen wollen, die ihren eigenen Werten widersprechen. MAI kann sowohl direkte Investitionen (z. B. in nachhaltige Infrastruktur) als auch indirekte Formen wie Mission-Aligned Fonds umfassen. Entscheidend ist, dass die Investitionsentscheidung nicht delegiert, sondern aktiv an die eigene Mission geknüpft wird.
In der Praxis erfordert MAI oft neue Governance-Strukturen, da klassische Finanzabteilungen oder externe Vermögensverwalter:innen selten über die nötige Nähe zur Mission verfügen. Häufig entstehen interne Komitees oder spezialisierte Teams, die Investitionsvorschläge auf ihre Missionstauglichkeit prüfen. Transparenz gegenüber Stakeholdern ist ein zentrales Element, um Vertrauen in den Ansatz zu schaffen.
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