Verantwortungseigentum ist eine Gesellschaftsform zur Wahrung der intergenerationalen unternehmerischen Unabhängigkeit. Sie trennt Stimm- und Gewinnrechte und setzt auf hohe Eigen- und Innenfinanzierung. Das Unternehmen gehört nicht den Gründer:innen, sondern dem Zweck. Ein zentrales Prinzip ist dabei „Naked in, naked out“ (NINO): Gesellschafter:innen zahlen nichts beim Eintritt und nehmen nichts beim Austritt mit. Diese Regel sichert die langfristige Vermögensbindung und verhindert, dass das Unternehmen zum Spekulationsobjekt wird.
Leistungsmodell: Wer am Unternehmen verdienen will, muss mitarbeiten. Es gibt kein „Schmarotzertum“ durch Familien, Investor:innen oder Privatiers. Investor:innen sind nicht am unternehmerischen Erfolg interessiert, sondern am Wiederverkaufswert. Verantwortungseigentum löst diesen Konflikt auf, indem es die finanzielle Bereicherung vom Einfluss trennt – und damit die Grundlage für eine nachhaltige, zweckorientierte Unternehmensführung schafft.
Quellen
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