Planning Poker ist eine kollaborative Schätztechnik, die vor allem in agilen Softwareentwicklungsprozessen wie Scrum eingesetzt wird. Jede:r Teilnehmer:in erhält ein Kartendeck mit vordefinierten Werten (meist Fibonacci-Zahlen oder T-Shirt-Größen), um den Aufwand oder die Komplexität einer Aufgabe einzuschätzen. Die Karten werden gleichzeitig aufgedeckt, um Gruppendenken zu vermeiden und individuelle Perspektiven sichtbar zu machen.
Der Prozess fördert Diskussionen über unterschiedliche Einschätzungen und hilft, Verantwortung für Aufgaben klarer zu verteilen. Durch die Abstufung in konkrete Werte (z. B. sieben Stufen) wird Delegation greifbarer, da Entscheidungen nicht abstrakt, sondern in gemeinsamen Modi getroffen werden. Planning Poker eignet sich besonders für Teams, die Selbstorganisation und transparente Entscheidungsfindung stärken wollen.
In der Praxis wird die Methode oft vereinfacht oder angepasst, etwa durch digitale Tools oder abgewandelte Kartensets. Dennoch bleibt ihr Kernziel erhalten: die Kombination von individueller Einschätzung und kollektiver Abstimmung, um Verantwortung handhabbarer zu machen.
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